Gibt es eine bekannte Nancy Faeser Krankheit, oder entstand die Suchanfrage durch ältere Berichte über eine Krankmeldung? Wer nach dem Gesundheitszustand der SPD-Politikerin sucht, stößt vor allem auf Meldungen aus den Jahren 2022 und 2023. Damals hatte Faeser Corona. Im September 2023 sorgte außerdem ihr Fehlen bei einer Sitzung des Bundestags-Innenausschusses für heftige politische Kritik.
Die kurze Antwort: Eine schwere oder chronische Krankheit von Nancy Faeser ist öffentlich nicht bestätigt. Belegt sind Corona-Infektionen sowie ein Arzttermin im September 2023 infolge einer nach Angaben ihres Ministeriums bereits überstandenen Corona-Infektion. Dass sie am selben Tag ein Interview gab, löste eine politische Kontroverse aus. Daraus lässt sich jedoch keine weitere Diagnose ableiten.
Stand: September 2026. Dieser Beitrag unterscheidet zwischen bestätigten Gesundheitsangaben, offiziellen Erklärungen und politischen Vorwürfen.
Nancy Faeser Krankheit: Die Fakten im Überblick
| Frage | Öffentlich belegter Stand |
| Gibt es eine schwere Erkrankung? | Nein, eine solche Diagnose ist nicht öffentlich bestätigt. |
| Welche Krankheit wurde bekannt? | Faeser erkrankte an COVID-19. |
| Wann wurde eine Infektion gemeldet? | Unter anderem im September 2022. |
| Warum fehlte sie im September 2023 im Innenausschuss? | Laut Bundesinnenministerium wegen eines wichtigen Arzttermins infolge einer überstandenen Corona-Infektion. |
| Gab sie am selben Tag ein Interview? | Ja, sie sprach in Wiesbaden mit der Deutschen Presse-Agentur. |
| War die Krankmeldung nur vorgetäuscht? | Dafür gibt es keinen belegten Nachweis. Entsprechende Aussagen waren politische Vorwürfe. |
| Was macht Nancy Faeser heute? | Seit 2025 gehört sie als SPD-Abgeordnete dem Deutschen Bundestag an. |
Welche Krankheit hatte Nancy Faeser?
Im September 2022 wurde öffentlich bekannt, dass Nancy Faeser positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Nach damaligen Medienberichten handelte es sich um ihre erste bekannte Infektion. Zeitgleich war auch Bundeskanzler Olaf Scholz an COVID-19 erkrankt.
Ein Jahr später spielte eine weitere beziehungsweise überstandene Corona-Infektion erneut eine Rolle. Am 5. September 2023 nahm die damalige Bundesinnenministerin nicht an einer Sondersitzung des Innenausschusses teil. Das Ministerium erklärte anschließend, Faeser habe in ihrem Heimatort einen wichtigen Arzttermin infolge ihrer überstandenen Corona-Infektion wahrgenommen. Weil sie deshalb am Morgen nicht in Berlin sein konnte, sei sie im Bundestag entschuldigt gewesen.
Weitere medizinische Einzelheiten wurden nicht veröffentlicht. Insbesondere gibt es keine seriöse Bestätigung für eine langwierige Folgeerkrankung oder ein chronisches Leiden.
Warum sorgte der Arzttermin 2023 für Kritik?
Der Streit entstand nicht allein wegen des Arzttermins. Entscheidend war, dass Faeser am selben Vormittag in Wiesbaden ein Interview mit der Deutschen Presse-Agentur gab. Dabei ging es auch um den hessischen Landtagswahlkampf, in dem sie als SPD-Spitzenkandidatin antrat.
Mehrere Medien stellten deshalb infrage, weshalb das Interview möglich war, die Teilnahme an der Sitzung in Berlin jedoch nicht. Die Erklärung des Innenministeriums lautete: Nicht eine akute Arbeitsunfähigkeit, sondern ein wichtiger Termin bei einem Arzt in Faesers Heimatort habe ihre Anwesenheit in Berlin verhindert.
Diese Unterscheidung ist wesentlich. Ein Arzttermin schließt ein späteres Interview nicht automatisch aus. Ebenso beweist ein Interview nicht, dass die medizinische Nachsorge unnötig gewesen wäre. Über die Erforderlichkeit eines solchen Termins können Außenstehende ohne medizinische Informationen nicht seriös urteilen.
Was Friedrich Merz und Janine Wissler kritisierten
Friedrich Merz griff Faeser am folgenden Tag in der Generaldebatte des Bundestages an. Der damalige Unionsfraktionschef verwies spöttisch darauf, dass sie sich für die Sitzung abgemeldet, aber in Wiesbaden ein dpa-Interview gegeben habe.
Auch die damalige Linken-Vorsitzende Janine Wissler übte deutliche Kritik und stellte Faesers Glaubwürdigkeit infrage. Sie warf ihr vor, kritischen Fragen ausgewichen zu sein und stattdessen Wahlkampf betrieben zu haben.
Dabei handelte es sich um politische Bewertungen, nicht um medizinisch belegte Feststellungen. Weder Merz noch Wissler konnten allein aus Faesers öffentlichem Auftreten ihren Gesundheitszustand diagnostizieren.
Was hatte die Sondersitzung mit Arne Schönbohm zu tun?
Die Brisanz des Termins erklärt die ungewöhnlich scharfen Reaktionen. In der Sondersitzung sollte das Vorgehen des Bundesinnenministeriums gegenüber Arne Schönbohm besprochen werden. Faeser hatte dem damaligen Präsidenten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik im Oktober 2022 die Führung der Amtsgeschäfte untersagt. Später wurde Schönbohm an die Bundesakademie für öffentliche Verwaltung versetzt.
Ausgangspunkt waren öffentlich erhobene Vorwürfe über mögliche Verbindungen seines Umfelds zu russischen Nachrichtendiensten. Gegen Schönbohm wurde jedoch kein Disziplinarverfahren eröffnet. Danach entstand Streit darüber, ob und wie das Innenministerium Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz genutzt hatte. Schönbohm verlangte zudem Schadenersatz vom Bund.
Faesers Abwesenheit fiel somit in eine ohnehin aufgeheizte politische Auseinandersetzung. Die Union verlangte eine weitere Sondersitzung. Der Zusammenhang erklärt die Schlagzeilen, ist aber kein Beleg dafür, dass Faeser ihre Gesundheitsangaben erfunden hatte.
War Nancy Faeser wirklich krankgeschrieben?
Viele damalige Überschriften verwendeten die Begriffe „krankgemeldet“ oder „Krankmeldung“. Die offizielle Erklärung war genauer: Das Bundesinnenministerium sprach von einem wichtigen Arzttermin infolge einer überstandenen Corona-Infektion. Es erklärte, Faeser sei deshalb im Bundestag entschuldigt gewesen.
Öffentlich zugängliche Berichte enthalten weder eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung noch nähere medizinische Befunde. Daher wäre die Behauptung, Faeser sei nachweislich arbeitsunfähig gewesen, ebenso ungenau wie die gegenteilige Behauptung, sie habe eine Krankheit nur vorgetäuscht.
Sachlich lässt sich festhalten:
- Faeser hatte eine Corona-Infektion überstanden.
- Nach Angaben ihres Ministeriums nahm sie deswegen einen Arzttermin wahr.
- Sie konnte deshalb am Morgen nicht in Berlin an der Ausschusssitzung teilnehmen.
- Später gab sie in Wiesbaden ein Interview.
- Politiker verschiedener Oppositionsparteien kritisierten dieses Verhalten.
- Eine vorgetäuschte Erkrankung wurde nicht bewiesen.
Gibt es Hinweise auf Long Covid?
Nein. Aus den ausgewerteten Berichten ergibt sich keine bestätigte Long-Covid-Diagnose bei Nancy Faeser. Ein Arzttermin nach einer Corona-Infektion kann viele Gründe haben und reicht allein nicht aus, um auf Long Covid oder eine andere Folgeerkrankung zu schließen.
Auch Formulierungen wie „infolge ihrer überstandenen Corona-Infektion“ geben keine konkrete Diagnose wieder. Wer daraus eine chronische Erkrankung ableitet, geht über die öffentlich bekannten Fakten hinaus.
Nancy Faesers politischer Weg nach der Kontroverse
Nancy Faeser wurde am 13. Juli 1970 in Bad Soden am Taunus geboren. Von Dezember 2021 bis Mai 2025 leitete sie als erste Frau das Bundesministerium des Innern und für Heimat. Bei der hessischen Landtagswahl im Oktober 2023 trat sie als Spitzenkandidatin der SPD an. Die Partei erzielte dabei ein historisch schwaches Ergebnis und blieb in der Opposition.
Seit der Bundestagswahl 2025 sitzt Faeser als Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Die offizielle Abgeordnetenbiografie nennt sie als Juristin, verheiratet und Mutter eines Kindes. Auch ihre fortgesetzte parlamentarische Tätigkeit liefert keinen Beleg für die im Internet teilweise vermutete schwere Erkrankung.
Warum wird nach „Nancy Faeser Krankheit“ gesucht?
Die Suchanfrage dürfte vor allem auf drei Faktoren zurückgehen:
- Die öffentlich gemeldete Corona-Infektion 2022: Dadurch wurden ihr Name und der Begriff Krankheit erstmals deutlich miteinander verknüpft.
- Der Arzttermin im September 2023: Faesers Fehlen im Innenausschuss führte zu viel beachteten Schlagzeilen.
- Die politische Kontroverse: Das dpa-Interview am selben Tag verstärkte Zweifel und Spekulationen über den Grund ihrer Abwesenheit.
Suchmaschinen zeigen häufig zugespitzte Überschriften aus dieser Zeit. Ohne zeitliche Einordnung kann dadurch der falsche Eindruck entstehen, es gehe um eine aktuell bestehende schwere Krankheit.
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Häufige Fragen zur Nancy Faeser Krankheit
Eine schwere oder chronische Erkrankung ist öffentlich nicht bestätigt. Bekannt wurden lediglich Corona-Infektionen und ein damit begründeter Arzttermin im Jahr 2023.
Ja. Im September 2022 wurde eine Corona-Infektion öffentlich gemeldet. Im September 2023 erklärte ihr Ministerium, sie habe einen Arzttermin infolge einer überstandenen Corona-Infektion gehabt.
Dafür gibt es keine bestätigte öffentliche Angabe. Ein Nachsorgetermin nach einer Infektion ist kein Nachweis für Long Covid.
Nach Angaben des Bundesinnenministeriums konnte sie wegen eines wichtigen Arzttermins in ihrem Heimatort am Morgen des 5. September 2023 nicht in Berlin sein.
Sie sprach später am selben Vormittag in Wiesbaden mit der dpa. Das führte zu politischer Kritik. Die offizielle Erklärung besagte jedoch nicht, dass sie den gesamten Tag arbeitsunfähig gewesen sei.
Nein. Ihre Amtszeit endete im Mai 2025. Seit 2025 ist sie SPD-Abgeordnete im Deutschen Bundestag.
Fazit: Keine schwere Nancy Faeser Krankheit bestätigt
Eine schwere oder chronische Nancy Faeser Krankheit ist nicht öffentlich belegt. Bekannt sind Corona-Infektionen und ein Arzttermin im September 2023, der laut Innenministerium mit einer überstandenen Infektion zusammenhing. Dass Faeser anschließend ein Wahlkampfinterview gab, löste berechtigte politische Nachfragen und scharfe Kritik aus. Es beweist jedoch weder eine falsche Krankmeldung noch eine bestimmte Diagnose.
Für eine korrekte Darstellung sollten die Corona-Erkrankung, der Arzttermin und die Kontroverse um die Ausschusssitzung getrennt behandelt werden. Spekulationen über Long Covid oder andere Leiden sind ohne eine Aussage Faesers oder eine verlässliche medizinische Bestätigung nicht angebracht.
